Wie ein Stück entsteht
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WERKSTATT

Wie ein Stück entsteht

am Beispiel der Kriminalkomödie: "Wer hat den Atlantik geklaut?"

Wenn ein neues Figurentheater-Stück entsteht, dann helfen viele Menschen mit.
Um ein paar Eindrücke aus der Produktionsphase geben zu können, haben wir dieses mal in der Werkstatt nicht nur gearbeitet sondern auch fotografiert. Über Monate wuchs das Stück von der ersten Idee bis zur Tourneetauglichkeit heran:

Am Anfang steht die Planung

< Erste Entwürfe zur Bühnenmalerei

Der Bühenbauer Mathias M. Müller-Wolfgramm
und der Figurenbauer Christian Schweiger.


Bühnenmalerei
Drei Beispiele: eine Glasscheibe aus Farbe, eine erfundene Werbeanzeige und eine Zeitung mit beweglichen Flach-Figuren (die ersten beiden malte Rike Glandorf)

                    

Bühnenbau
Die Bühne muss nicht immer ein klassischer Kasten mit Vorhängen sein. In diesem Fall ist es eine drehbare Badekabine mit verschiedenen Spielmöglichkeiten auf allen vier Seiten:
ein Strandkiosk, eine Plakatwand, ein Bahnhof und ein Clubhaus.
Gebaut wurde die Bühne von Mathias M. Müller-Wolfgramm, bemalt hat sie Rike Glandorf.


Figurenbau

Die Figuren von Christian Schweiger bestehen aus Lindenholz, Schaumstoff, Gummi und
Metall. Noch im Rohbau wird mit ihnen geprobt um ihre Möglichkeiten zu testen.

Zwei dicke Männer:

- ohne Gliedmaßen und Kleidung aber fertig bemalt

- angezogen, mit Requisiten ausgestattet und bereit für die Bühne

 

 

 




Britt Wolfgramm und die Schneiderin Kerstin Joschi beim Entwickeln der Kostüme.
Schnitt und Farben müssen natürlich passen, außerdem darf der Stoff die Bewegungen der Figuren nicht behindern.

Ein weiterer Schritt zur fertigen Figur sind die Haare, die den Ausdruck noch einmal extrem verändern. Frisuren können gemalt, genäht, geknüpft oder geschnitzt werden - oder man setzt ihnen einfach eine Mütze auf.



Requisite

Auch all die Kleinigkeiten, mit denen die Figuren später umgehen, müssen hergestellt werden: ein Radio, eine Kiste, ein Leuchtturm, Waren für den Kiosk ...

Dieser Aufgabe widmete sich Kerstin Heil mit Schere, Klebstoff und viel Geduld.




Proben

Sobald das Grundgerüst der Bühne steht und die Figuren im Rohzustand existieren, beginnen die Wochen des Probens. Anfangs muss oft sehr viel umgebaut und angepasst werden. In enger Zusammenarbeit mit dem Regisseur Günther Staniewski wurde an den einzelnen Szenen gefeilt.

Britt Wolfgramm bei der Probe im aufgeklappten Kiosk von Frau Froschpott.
Die Figuren haben noch keine Haare. Zum Teil müssen sie noch bemalt und angezogen werden.

Die Musikkompositionen von Karl Parnow-Kloth erleichern es, sich in die Atmosphäre einzufühlen, ins Amerika der 30er Jahre.

Stimmungsvolle Lichteinstellungen, programmiert von Rossi Rozin, runden die Inszenierung ab.



Aufführung

Nun musste sich die wochenlange Arbeit vor Publikum bewähren. Zur Premiere am 26. Juni fanden sich viele erwachsene Gäste und auch die Presse ein. Auf der Bühne lief alles wie geplant, "Ein spannendes Stück - zum Träumen und Mitfiebern", notierte sich der Kritiker.
Anschließend wurde gefeiert und diskutiert.



In den folgenden Vormittagsvorstellungen begeisterte das Stück dann auch die eigentliche Zielgruppe, das Kinderpublikum.
Von nun an wird es regelmäßig gespielt, im Figurentheaterhaus Hannover und auf Tournee im gesamten deutschsprachigen Raum.

Und hier gehts zur Stückbeschreibung:
Wer hat den Atlantik geklaut?